Scanimation – das Gehirn als Lückenfüller

Eine «Scanimation» ist ein Animationseffekt, der entsteht, indem ein teiltransparentes Streifenraster über ein segmentiertes Bild bewegt wird. Die Technik der Scanimation ist auch bekannt als «Barrier Grid Animation» oder «Picket Fence Animation». Sie nutzt die Fähigkeit der menschlichen Wahrnehmung, bekannte Formen zu vervollständigen, auch wenn nur ein Teilbereich sichtbar ist.

Die Anzahl der Teilbilder wird bestimmt durch das Verhältnis der schwarzen zu den transparenten Teilen des Rasters. Für unsere Neujahrs-Scanimation haben wir ein Raster im Verhältnis 5:1 gewählt (die schwarzen Streifen des Rasters sind fünfmal so breit wie die transparenten). Das heisst, dass wir sechs Zustände und somit Teilbilder zur Verfügung haben, bevor sich das Raster wiederholt.

Und so funktioniert's: Wir benötigen zuerst die einzelnen Bilder, in unserem Beispiel sind dies die nachstehenden.

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Nun müssen wir über jedes der Bilder das Raster legen und die von den schwarzen Streifen des Rasters verdeckten Bereiche weglöschen. Für jedes Bild müssen wir dabei zuerst das Raster um die Breite eines transparenten Streifens des Rasters verschieben. Dies ergibt die folgenden Teilbilder.

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Die so segmentierten Bilder müssen wir nun zu einem Bild zusammenfügen.

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Wird nun das Streifenraster über das so entstandene Bild gelegt und (in unserem Fall horizontal) bewegt, so entsteht der Eindruck der Animation.